Lernen mit Freude
Von Mukalla in ein Schweizer Wohnzimmer
In Taiz und Mukalla habe ich vor grossen Gruppen unterrichtet. Eine Lehrerin, viele Kinder, wenig Material. Man lernt dabei, mit der Stimme zu arbeiten, mit Pausen und mit Wiederholung. Das sind bis heute meine wichtigsten Werkzeuge beim Schreiben.
In der Schweiz sitze ich nun oft mit zwei Kindern auf dem Sofa. Der Rahmen ist kleiner, die Fragen sind andere. Meine Söhne wachsen zwischen zwei Sprachen und zwei Alltagen auf, und sie fragen nach Dingen, die ich als Kind nie gefragt habe.
Aus diesem Unterschied sind meine Bücher entstanden. Sie tragen die klare Sprache des Unterrichts und die Fragen eines Kindes, das hier aufwächst. Beides gehört für mich zusammen, und beides schreibe ich in derselben einfachen arabischen Sprache.